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Imagefilm: Warum Sie sich ein Produktvideo erstellen lassen sollten

Gepostet bei Admin in Video Production

Werbung hat sich in den letzten zehn Jahren nicht nur in technischer Hinsicht, sondern auch stilistisch stark gewandelt. Nur ein Aspekt ist unverändert geblieben: nämlich das Format, in dem die meisten Werbeanzeigen veröffentlicht werden.

Videos stellen nach wie vor das effektivste Format dar, wenn es darum geht, ein Unternehmen zu bewerben. Laut einer Marketingstudie würden sich mehr als 60 Prozent der Menschen eher ein Produktvideo ansehen wollen, anstatt die Informationen über das Produkt zu lesen. Imagevideos sind also ein absolutes Muss für jedes Unternehmen, das öffentliche Aufmerksamkeit generieren möchte.

 

Ein gut gemachtes Video stellt Sie dem Publikum nicht nur als Firma X mit Produkt Y vor, sondern wirkt mit seiner smarten Story auf verschiedenen Ebenen zugleich: Es informiert, wirbt, verkauft und löst im Idealfall auch emotionale Reaktionen aus.

Es kann die Zielgruppe dazu bringen, Ihr Unternehmen anzurufen oder Ihr Produkt im nächsten Geschäft zu kaufen. Es trägt auf jeden Fall dazu bei, eine starke Botschaft zu vermitteln. Es sorgt dafür, dass die Kunden eine Verbindung zwischen Ihrer Marke und wichtigen Unternehmenswerten wie Professionalität, Sorgfalt und Innovation sehen.

 

Aufgrund ihrer Vielseitigkeit sind Imagefilme äußerst flexibel einsetzbar. Tatsächlich ist der Begriff Imagefilm an sich ein Oberbegriff, der viele Bereiche abdeckt: von Produktwerbung über Firmenpräsentationen bis zu Schulungsvideos für Mitarbeiter.

 

Auch wenn der Begriff "Imagefilm" ein wenig unspektakulär und kalt klingen mag, in puncto Kreativität hat sich bei diesem Medium doch sehr viel getan: Die Zeiten, in denen Imagevideos unbemerkt im Hintergrund liefen, sind längst vorbei. Im Gegenteil, ihr Sinn liegt darin, die Zuschauer zu beeindrucken. Und das funktioniert so:

 

Imagefilme – damals und heute

Wenn Sie ein Kind der 90er Jahre sind, wird Ihnen Fernsehwerbung wie diese nicht völlig fremd vorkommen:

 

 

Das Ganze wirkt ziemlich unbeholfen, oder? Nun ja, Infomercials verkörperten lange Zeit die gängigste Form von Imagevideos und sie waren damals in der Tat überall zu sehen – mit allem, was dazugehörte: Laienschauspieler, großspurige Behauptungen und ein starker Drang zum Dramatisieren. Man kann es nicht anders sagen: Dieser Stil war einfach der Standard.

 

Solche als Informationssendung getarnten Werbevideos streckten sich in der Regel gewaltig, manchmal sogar mehr als 10 Minuten. Einige Szenen wurden dabei mehrmals wiederholt, um die Botschaft noch stärker in den Vordergrund zu rücken.

 

Infomercials funktionieren heutzutage nicht mehr, sondern enden meist als Katastrophe. Sie bieten keine Grundlage für eine nachhaltige Marketingstrategie und liefern allenfalls Stoff für ein paar Lacher und ein lustiges GIF hier und da.

 

Die Imagefilme von heute sind mit einer gewöhnlichen Spieldauer von 2-3 Minuten nach wie vor länger als andere Produktvideos – der Trend geht sogar eher in Richtung 1-2 Minuten. Der moderne Zuschauer ist ständig unter Stress und daher äußerst wählerisch. Er hat schlicht keine Zeit, sich ein Video anzusehen, das 5 Minuten braucht, um zum Punkt zu kommen.

Der Zuschauer sollte bereits innerhalb der ersten 30 Sekunden mit dem Produkt und seinen wichtigsten Merkmalen vertraut gemacht werden — behalten Sie dies stets im Hinterkopf, wenn Sie sich ein Produktvideo erstellen lassen.

Imagevideos sind kurz und bündig; sie verschwenden keine Zeit, ihre Botschaft zu transportieren. Es ist kein Geheimnis, dass 70 Prozent der YouTube-Nutzer die Werbeanzeigen überspringen. Aus diesem Grunde bauen moderne Imagefilme vermehrt auf prägnante Skripte und klare Verkaufsargumente.

 

Das folgende Video, das wir für unseren Kunden Flatfield erstellt haben, eignet sich als Beispiel, um diese Entwicklung zu veranschaulichen:

 

 

Der Zuschauer wird hier bereits in den ersten 15 Sekunden mit dem Unternehmen und seinen Produkten vertraut gemacht. Er weiß am Ende des Videos ganz genau, wie die Produkte angewendet werden und was sie von anderen Produkten hervorhebt.

 

Auch wenn 70 Sekunden knapp bemessen erscheinen mögen, um eine so lange Botschaft zu vermitteln – die Zeit reicht aus. Die kurze Laufzeit gibt modernen Imagefilmen sogar einen wesentlichen Vorteil, sorgt sie doch dafür, dass der Zuschauer sich nicht langweilt — auch dies sollten Sie nicht vergessen, wenn Sie sich ein Produktvideo erstellen lassen.

Stellen Sie sich vor, Sie präsentieren ein Video auf einer Messe. Die Besucher, die an Ihrem Stand vorbeikommen, haben weder die Zeit noch die Geduld, sich Ihr 10-minütiges Video anzusehen und ziehen deshalb weiter. Mit anderen Worten: Sie haben die Möglichkeit vertan, einen wichtigen Lead zu generieren.

Ein kurzes Imagevideo zeigt indes gerade genug, um die Neugierde der potenziellen Kunden zu wecken, und bringt diese dazu, an Ihrem Messestand zu verweilen und mit Ihrem Firmenvertreter ein weitergehendes Gespräch zu führen.

 

Es ist selbstverständlich sinnvoll, längere Imagefilme zu erstellen, wenn bestimmte Inhalte detailliertere Ausführungen bedürfen. Genauso sinnvoll ist es, kürzere Imagevideos zu produzieren für den Fall, dass ein Besucher kurz davor ist, sich wegzuklicken.

 

Kreativität und Humor

Professionalität und Humor schließen sich nicht aus. Jahrelang galten Imagefilme als förmliche, technische und auch langweilige Videos. Heute empfehlen Marketingspezialisten hingegen Videos mit einer humorvollen Wendung, weil sie das Interesse des Zuschauers hochhalten und zudem einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

 

Die Produktion von sehenswürdigen Schulungsvideos stellt eine besondere Herausforderung dar. Der Fluggesellschaft Air New Zealand ist es mit dem folgenden Sicherheitsvideo gelungen, diese Hürde auf unterhaltsame Weise erfolgreich zu meistern:

 

 

Dem Video gelang es durch die zahlreichen Referenzen und seinen unverkennbaren Stil nicht nur, seinen Zweck zu erfüllen (Fluggäste über Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften informieren, denen normalerweise kein Gehör geschenkt wird), sondern es wurde auch viral und brachte Air New Zealand somit viel öffentliche Aufmerksamkeit ein.

 

Nicht jeder Imagefilm muss lustig, geistreich oder mit popkulturellen Referenzen gespickt sein. Werden diese drei Aspekte jedoch gezielt vereint, kann daraus ein richtiger Marketingerfolg werden.

 

Verwendung von Live-Aufnahmen in Imagefilmen

Imagefilme sind im Gegensatz zu anderen Videoarten stark auf Live-Aufnahmen von Kameras angewiesen. Diese Aufnahmen werden von uns meistens nachbearbeitet, d. h. wir verwenden spezielle Software, um die Bildqualität zu verbessern oder um Elemente und/oder Effekte einzubauen.

 

Live-Aufnahmen verleihen einem Imagevideo mehr Relevanz und Professionalität. Die Anforderungen an solche Aufnahmen dürfen allerdings auf keinen Fall unterschätzt werden, deshalb sollten Sie die Erstellung eines solchen Films nur einer seriösen Videoproduktionsfirma anvertrauen.

Das Einfangen von Live-Aufnahmen kann sich – je nach Projektumfang – als schwierig erweisen und erfordert unter Umständen gleich mehrere Experten und professionelle Geräte. Bei der Planung ist zu beachten, dass die Dreharbeiten nicht nur wetterabhängig sind und sich eventuell über mehrere Tage erstrecken, sondern gegebenenfalls auch aufwendige Auslandsreisen mit sich bringen.

 

Für einige Szenen müssen Sie unter Umständen ein professionelles Studio beauftragen – z. B. wenn Sie die Greenscreen-Technik verwenden möchten, um eine andere, nicht reale Umgebung für die Schauspieler zu schaffen.

 

Auch wenn professionelle Schauspieler sicherlich das Nonplusultra sind, setzen Unternehmen oft ihre eigenen Mitarbeiter als Statisten ein. Liegt der Sinn und Zweck des Videos darin, die Büroräume des Unternehmens zu zeigen, können die Dreharbeiten vor Ort stattfinden. In anderen Fällen müsste dann ein geeigneter Standort gemietet werden.

Bei Imagefilmen lassen sich alternativ und/oder ergänzend zu den oben genannten Live-Aufnahmen oft auch Stockvideos verwenden, die von Videoagenturen bereitgestellt werden. Hierbei ist es ratsam, ein Vorgespräch mit dem Kunden zu führen, um zuerst die gewünschte Atmosphäre und den passenden Tone of Voice zu definieren.

 

Früher war es für die Produktion eines Werbevideos quasi unumgänglich, ein Kamerateam mit professioneller Ausrüstung zu engagieren. Heutzutage verfügen Unternehmen oft über ihre eigene semiprofessionelle Ausrüstung. Und selbst wenn nicht: Auch die neuesten Smartphones mit 4K-Auflösung, Dual-Linsen und einem Bildstabilisator/Gimbal wie Zhiyun oder DJI Osmo erfüllen oft den Zweck. Wer sich ein Produktvideo erstellen lassen will, muss also nicht zwangsläufig tief in die Tasche greifen.

 

So finden sich beispielsweise im folgenden Video einige Szenen, die im beworbenen Unternehmen mit Smartphone-Kameras selbst aufgenommen und dann in der Nachbearbeitung durch unsere Agentur optimiert wurden:

 

 

US-Webhoster Rackspace, der sich auf Cloud-Computing spezialisiert hat, ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich Live-Aufnahmen erfolgreich in einen Imagefilm integrieren lassen:

 

 

Dieses Video wurde innerhalb eines einzigen Tages in der Unternehmenszentrale gedreht, um für neue Mitarbeiter zu werben. Zu sehen sind eine Reihe von Angestellten, die von ihren Erinnerungen an den ersten Arbeitstag bei Rackspace berichten und den Zuschauer dabei auf eine Rundtour durch ihren Arbeitsbereich mitnehmen.

Der Stil des Imagefilms ist nicht aufwendig oder übertrieben elegant, dafür fängt er die Atmosphäre am Arbeitsplatz recht gut ein und weckt das Interesse von potenziellen Arbeitnehmern in dieser Branche.

 

Modernste Technologien

Live-Aufnahmen mögen bei der Erstellung eines hochwertigen Imagefilms zwar eine wichtige Rolle spielen, reichen aber dennoch nicht immer aus, um die Botschaft eines Unternehmens zu veranschaulichen. In diesem Fall lassen sie auch andere Technologien wie Infografiken, 3D-Animationen oder Effekte bei der Nachbearbeitung integrieren, um das Video kreativer, relevanter und attraktiver zu gestalten.

Das folgende Video für Coventya dient hierfür als großartiges Beispiel, denn es zeigt ein breites Spektrum von Technologien, die sich in einem Imagevideo erfolgreich verwenden lassen:

 

· In den ersten 17 Sekunden haben wir Ausschnitte aus Stockvideos verwendet.

· Zwischen 0:54 und 1:20 und bei 1:50 setzten wir 3D-Animationen ein.

· Im gesamten Video haben wir Live-Aufnahmen genutzt, die in drei verschiedenen Ländern gefilmt wurden.

· Bei 1:21 haben wir die Maschinen nachbearbeitet, um sie neuer und glänzender aussehen zu lassen.

 

Wo lassen sich Imagefilme gut einsetzen?

Die Wahl einer geeigneten Plattform für die Präsentation Ihres Imagefilms ist genauso wichtig wie die Investition in den Produktionswert, denn das Video soll ja schließlich die entsprechende Zielgruppe ansprechen.

 

Social Media sind generell recht vielseitig. Die Nutzung einer Plattform wie YouTube, die sowohl von Einzelpersonen als auch von Unternehmen besucht wird, ist folglich immer anzuraten. Das gilt auch für Facebook und Twitter, deren Nutzer in allen Bevölkerungsgruppen vertreten sind. LinkedIn hingegen ist eher Fachleuten vorenthalten und sollte unbedingt genutzt werden, wenn es darum geht, potenzielle Mitarbeiter anzusprechen.

 

Instagram ist hingegen bei den jüngeren Altersgruppen beliebter und darüber hinaus eine fantastische Plattform, um mit kurzen Anwendungsvideos oder Tutorials auf Ihr Unternehmen aufmerksam zu machen. Vimeo ist eine weitere großartige Plattform, auf der sich viele Fachleute tummeln, auch wenn die Gesamtzahl der registrierten Nutzer nicht an die von YouTube heranreicht.

 

Nicht zuletzt sei erwähnt, dass Sie Imagefilme auch offline nutzen können – z. B. auf Fachmessen, Firmenevents oder sogar im Wartezimmer Ihres Unternehmens.

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Zurück zum Artikel Feb 02, 2019

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